komm mit auf den holz-weg!


In der Ausbildung lernst du das gesamte Knowhow, das du für den Zimmerer-Beruf brauchst.

Du lernst mit Holzmaterialien und Baustoffen zu arbeiten und bekommst z. B. Unterricht in Technischem Zeichnen, Computer-Technologie und Wirtschaftskunde. Genauso abwechslungsreich wird dein späterer Arbeitsalltag als Zimmerer sein.


Wie sehen die Voraussetzungen aus?

Wenn du dich für die Arbeit im Handwerk interessierst, solltest du mindestens die Hauptschule absolviert haben.

Für den Ausbildungsbereich Industrie und Handel wird meistens ein mittlerer Bildungsabschluss (z. B. Realschulabschluss) vorausgesetzt.


Wie lange dauert die Ausbildung? 

Deine Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Wenn du berufliche Vorkenntnisse oder die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife hast oder in der Ausbildung besonders gute Noten sammelst, kannst du die Ausbildung auch in 2 1/2 oder sogar in nur 2 Jahren abschließen.


Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung ist dual organisiert, das heißt:

sie findet in der Berufsschule (Theorie) und im Ausbildungsbetrieb (Praxis) statt. 

Das 1. Ausbildungsjahr findet in der Berufsschule statt – hier lernst du die wichtigsten Grundlagen. Im 2. Jahr bist du nur noch an 1 bis 2 Tagen pro Woche in der Schule; an den restlichen Tagen arbeitest du im Betrieb, also z. B. auf der Baustelle oder in der Werkstatt. Im 3. Jahr, deinem Abschlussjahr, bist du dann schon ein vollwertiger Teil des Betriebs.


Was lerne ich?

1. Ausbildungsjahr
  • mit verschiedenen Werkzeugen, Baugeräten und Baumaschinen umgehen
  • Zeichnungen, Skizzen und Verlegepläne lesen und selbst erstellen 
  • Baustoffe (Mörtel- und Betonmischungen) anrühren; Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich herstellen 
  • Baugruben, Gräben und Schalungen herstellen
2. Ausbildungsjahr
  • Kenntnisse über Stoffe und Materialien, die für den Ausbau gebraucht werden
  • Kenntnisse über Sperr- und Dämmstoffe, die gegen Feuchtigkeit, Wärme, Kälte, Schall sowie gegen Feuer benutzt werden
  • Arbeitstechniken, um Bauteile für den Ausbau zu fertigen
  • den Baustoffbedarf berechnen
  • Fertigteile einbauen und montieren 
3. Ausbildungsjahr
  • Dach-, Wand- und Deckenkonstruktionen mit Dachausbauten und Verkleidungen herstellen
  • einfache Dächer, Dachgauben und Dachaufbauten richten und herstellen
  • Gerüste aufstellen und Absteifungsarbeiten ausführen
  • die geltenden Schalungsregeln 
  • Knotenpunkte aufschnüren und Konstruktionshölzer bearbeiten

Was verdiene ich während meiner Ausbildung?

Die Ausbildung zum Zimmerer ist kostenlos. Wenn du eine duale Fachschule besucht (Berufsschule kombiniert mit Ausbildungsbetrieb) wird deine Ausbildung vergütet …

und zwar deutlich besser als bei den meisten anderen Ausbildungen

Die Vergütung richtet sich nach deinem Ausbildungsvertrag. Folgende Zahlen (Bruttolohn) geben dir einen ungefähren Anhaltspunkt:

 

  • Im 1. Ausbildungsjahr erhältst du 708 Euro
  • Im 2. Ausbildungsjahr sind es 1.088 Euro
  • Im 3. Ausbildungsjahr verdienst du 1.374 Euro

  • Zusätzlich erhältst du ein Weihnachtsgeld von rund 300 Euro

Wie viel verdiene ich als Zimmerer?

Nach deiner Ausbildung wirst du ebenfalls gut bezahlt. Das Einstiegsgehalt eines Zimmerers liegt meist zwischen 1600 und 2100 Euro. 

Als Zimmerer hast du ein großes Angebot an Weiterbildungen …

so kannst du neue Fähigkeiten erlernen und gleichzeitig dein Gehalt deutlich aufstocken. Ein Vorarbeiter verdient etwa 2800 Euro (brutto / Monat), ein Zimmererpolier im Durchschnitt 3200 Euro.

 

Ebenfalls sehr gut bezahlt ist der Zimmerermeister (über 3000 Euro). Als Meister kannst du dein eigener Boss sein und verdienst mit einem erfolgreichen Betrieb noch mehr.


Wie sehen meine Arbeitszeiten aus?

Die Arbeitszeiten für Auszubildende sind klar geregelt: 

 

Minderjährige Auszubildende dürfen maximal 40 Stunden pro Woche arbeiten. Als volljähriger Auszubildender darfst du 8 Stunden pro Tag und an sechs Tagen pro Woche beschäftigt werden. Sollte mal mehr Arbeit anfallen, kannst du dich anschließend auf Wochen freuen, an denen du häufiger frei hast oder zumindest deutlich weniger arbeiten musst.

 

Später, im Zimmerer-Beruf, ist in vielen Betrieben die 40-Stunden-Woche üblich – häufig wird auch je nach Auftragslage gearbeitet.


Was sollte ich über die Abschlussprüfung wissen?

 

Um zur Gesellenprüfung (Handwerk) bzw. Abschlussprüfung (Industrie) zugelassen zu werden, musst du zunächst die Zwischenprüfung am Ende des 2. Jahres bestanden haben. 

 

Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil

 

Im praktischen Prüfungsteil zeigst du, dass du eine Dachkonstruktion, eine Dachgaube oder einen Teil einer Treppe herstellen kannst. Im schriftlichen Teil wird der Stoff aus Fächern wie Technische Mathematik, Technisches Zeichnen, Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt. 

 

Falls du die Prüfung nicht bestehst, ist das kein Beinbruch: Du kannst sie zweimal wiederholen. 

 

Unter bestimmten Bedingungen kannst du sogar trotz nicht-bestandener Prüfung den Abschluss als Ausbaufacharbeiter/in erreichen.